Park Pokal
Wie jedes Jahr fand auch heuer wieder der Park Pokal am ersten Dezember-Wochenende in Sindelfingen (Glaspalast) statt. Das Team bestand aus 8 Personen, von denen 6 Kämpfer am Start waren.
Die Organisation war sehr bemüht, das Turnier optimal für alle teilnehmenden Vereine und Nationen ablaufen zu lassen. Leider sind bei sehr wichtigen Punkten grobe Fehler unterlaufen bzw. ist Unmut entstanden. Begonnen hat alles mit der Abwaage am Freitagabend im Glaspalast wo unsere Teilnehmer 1,5 Stunden anstehen mussten, um in die Nähe der Waage zu kommen. Die Örtlichkeiten sind nicht gerade nach den Kriterien von Platz und Frischluft ausgewählt worden, da die Schlange sich über ein schmales Stiegenhaus zu den Umkleidekabinen durch zwei Duschräume zum Waagenraum zog.
Am Samstag durften Patak Michael und Ortner Dominik ihren Kampfgeist unter Beweis stellen und zeigten diesen auch ohne mit der Wimper zu zucken. Der Sieg wurde leider nur vom jeweiligen Gegner vereitelt, weshalb beide gleich den ersten Kampf knapp verloren.
Sonntag griffen die restlichen 4 Starter ins Geschehen ein und wollten unbedingt das Siegertreppchen erklimmen. Dies zeigte sich ganz deutlich am morgendlichen Vorbereiten in der Aufwärmhalle. Die körperliche und geistige Konstitution wurde wie auch am Samstag von der langen Wartezeit strapaziert. An beiden Tagen wurde die Geduld des ganzen Teams bis zum späten Nachmittag auf die Probe gestellt (ca.16:00h der erste Kampf an beiden Tagen).
Auch an diesem Tag sollten die 4 Kämpfer auf eine große Probe gestellt werden. Christoph stieg als erster in das Kampfgeschehen gegen Deutschland ein und durfte gleich den langen und unfähigen Arm der Kampfrichter spüren. Die Punkte wurden nach der Nationalität vergeben (Deutschland 1 Österreich 0) und so ging es bei allen weiter. So musste sich Christoph in die schmerzvolle 4. Runde begeben, da nach Ende der dritten es 6:6 stand. So sahen die Kampfrichter leider auch hier den Siegespunkt beim Gegner auf der Weste, aber alle umstehenden Zuseher auf dem Hintern. Die Reaktionen auf diesen Fall will ich nicht genauer erläutern, da es sowieso keinen Sinn mehr macht.
Stefan und Michael mussten das gleiche Schicksal wie Christoph teilen, nur dass die Entscheidung in 3 Runden fiel.
Weidinger Markus konnte unsere Wunde ein wenig lindern, da er den ersten Kampf gegen Deutschland mit viel Kampf- und Siegeswillen 7:6 für sich entscheiden konnte. Dies bedeutete, dass es im zweiten Kampf - auch gegen Deutschland - noch schwerer werden würde zu siegen.
Am Ende der 3. Runde stand es 5:5 und auch hier sollte Sieg oder Niederlage im Sudden Death erfolgen. Wie sollte es auch in Markus Fall anders sein? Der Schlagabtausch erfolgte, Markus traf die Weste des Gegners und der wiederum Markus’ Hintern. 0:1 für Deutschland und Niederlage für uns.
Kampfrichter:
Es gibt immer wieder Stimmen und Meinungen zu der Kampfrichterleistung bei einem Turnier, die negativ ausfällt. Hier möchte ich mich einmal dazu äußern und die Situation beim Park Pokal erörtern.
In Österreich sollte sich kein Kampfrichter ein Beispiel an dieser Leistung der deutschen Richter nehmen. Hier wurde eine Leistung geboten, die unter aller Kritik ist. Es wurden zugunsten Deutschland Treffer gewertet, wenn der Kämpfer nur daran gedacht hat zu schlagen oder das Bein gerade mal bis zum Knie hoch brachte. Verwarnungen wurden den Kontrahenten - aber selten einem deutschen Starter - gegeben, außer es waren beide aus der selben Nation (Deutschland). Die Stimmung bezüglich Kampfrichter wurde immer negativer, weshalb sich auch manche Emotionen gegen sie richteten und keine Entscheidung revidiert wurde.
Team:
Abschließend möchte ich mich noch bei allen Kämpfern für ihren Teamgeist bedanken, da endlich wieder ein positives Gefühl und Teamgedanken auf kamen. Alle halfen einander und betreuten sich beim Aufwärmen, Vorbereiten oder auch während des Kampfes beim Anfeuern.
Der richtige Weg ist eingeschlagen und sollte so weitergegangen und verfolgt werden, dann wird der große Erfolg nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Betreuer:
Krahofer Ralf
Hübler Christine
Kämpfer:
ASKÖ Kirchdorf
Weidinger Markus Sen. –78kg
24 Starter / max. 5 Kämpfe zum Sieg
ASKÖ Traun
Tobisch Stefan Sen. –58kg
12 Starter / max. 4 Kämpfe zum Sieg
ASKÖ Kirchdorf
Ortner Dominik Jug.A –78kg
13 Starter / max. 3 Kämpfe zum Sieg
ASKÖ Traun
Czerny Christoph Jug.A -63kg
25 Starter / max. 5 Kämpfe zum Sieg
ASKÖ Marchtrenk
Hübler Michael Jug.A -45kg
9 Starter / max. 3 Kämpfe zum Sieg
ASVÖ Tragwein
Patak Michael Jug.B -45kg
5 Starter / max. 3 Kämpfe zum Sieg